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Programm für den 1./2. September steht

Aber: Noch weitere Hilfe und Unterstützung erwünscht!

Das Programm für den mittelalterlichen Jahrmarkt ist weitgehend komplett. Nahezu 100 verschiedene Angebote, Aktivitäten, Vorführungen, usw. haben die Allendorfer auf die Beine gestellt. Das verspricht einen äußerst bunten und lebhaften Jahrmarkt am ersten Septemberwochenende. Der Prospekt mit den Programmpunkten und wo Sie welche Angebote im Ort finden, ist fertig. Er liegt in allen Allendorfer Geschäften zur Mitnahme aus und wird in den nächsten Wochen auch in anderen Orten verteilt werden.

Auch wenn nahezu alles organisatorisch vorbereitet ist, werden für einzelne Aufgaben noch Helfer gesucht. Das wurde beim letzten sehr gut besuchten Bürgergespräch im Hotel Clute-Simon deutlich. Auch wenn uns die Feuerwehren aus unseren Nachbarorten dankenswerter Weise tatkräftig  bei der Verkehrsleitung und bei der Parkplatzbetreuung unterstützen wollen, sucht Fickeltünnes noch weitere Helfer. Bei Interesse bitten wir um Kontaktaufnahme mit einem der Vorstandsmitglieder.

Benötigt werden

o       Bühnenmanager für die Koordinierung der Auftritte an beiden Bühnen

o       Kichenschweitzer zur Betreuung und Beaufsichtigung der Kirchenausstellung

o       Dringend gesucht: Betreuer/Reinigungspersonal für die Toilettenwagen,

         Anreiz:  Trinkgelder gehen dafür an die Betreuer

o       Helfer für Nachschubversorgung und Müllbeseitigung

o       Kinder als Schildträger zur Ankündigung der Aktionen

o       Kegeljungen für die Kegelbahn

o       Helfer zum Bau und Transport von Hütten, Ständen, Verkehrsschildern, 

         Dekorationsgegenständen, usw.

 

Zur Zeit werden bereits rustikale Sitzgruppen für die einzelnen Stände gebaut. Auch mit dem Hüttenbau selbst ist begonnen worden. Alle Stände sollten ein einheitliches Erscheinungsbild bieten. Deshalb bittet Fickeltünnes alle Standbetreiber,  sich wegen der Gestaltung ihres Standes im Zweifelsfall an Friedrich Nagel zu wenden. Der Prototyp eines Standes steht bei Friedrich Nagel im Garten und kann dort begutachtet werden. Damit sich auch "Kleinigkeiten" in das Gesamtbild einfügen, ist Ute Cramer dabei, einheitlich gestaltete Schilder für alle Stände zu fertigen.

Zusätzlichen Aktionen für den Jahrmarkt: Die Hebamme Sabine Meisterjahn und die Caritasfrauen Sundern beteiligen sich rund um die Apotheke an unserem medizinischem Schauprogramm.

-    Schäfer Linsmann aus Garbeck wird mit einigen Schafen und Lämmern den Streichelzoo bereichern. Hinzu kommt noch ein weiterer Drehorgelspieler.

 

 

 

      Seit kurzem machen zwei weitere Aktionen von Fickeltünnes im Ort auf unser Stadtjubiläum aufmerksam.

      Vor der Tankstelle wurde im Vorgarten der Familie Clute ein alter Leiterwagen mit von Ute Cramer gestalteten Hinweisschildern aufgestellt. Und vor dem Rathaus standen zum  Schützen-fest zwei Schilder- und Zollhäuschen, die jetzt am Rande des Marktplatzes auf ihren Einsatz warten. Momentan werden bereits die ersten Hütten und Stände für den Jahrmarkt errichtet. Die ersten Exemplare stehen vor und hinter dem Rathaus.

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Mit dem frischgedruckten Programmflyer in der Hand laden hier stellvertretend für alle anderen Allendorfer vier Generationen der Familie Schulte alle Freunde aus Nah und Fern zum historischen Jahrmarkt am ersten Septemberwochenende nach Allendorf ein. Franz, Franz-Karl, Thorsten und Fabian Schulte  repräsentieren mit ihren fast 93, 61, 34 und 4 Jahren rund 190 Lebensjahre Allendorf! Sie freuen sich mit den zahlreichen Akteuren auf zwei unvergessliche Festtage.

 

Hier marschieren Urgroßvater Franz, Großvater Franz-Karl, Vater Thorsten und Sohn Fabian stolz durch das im März erbaute neue Allendorfer Stadttor.  Urgroßvater Franz, der 1952 die damals noch winzige, mittlerweile mit tatkräftiger Hilfe von Sohn und Enkel zu einem ansehnlichen Dienstleistungsbetrieb gewandelte Tankstelle in Allendorf übernahm, zeigte sich von den Aktivitäten von Fickeltünnes, insbesondere von dem Nachbau des Stadttores so begeistert, dass er hierfür spontan 500 Euro als Spende bereitstellte!

(Wenn Sie die Bilder gerne größer sehen möchten, klicken Sie bitte auf das entsprechende Bild!)

 

Wir werden vielfach gefragt, was denn die Hirschgeweihe und Sauläufe am Stadttor zu suchen hätten. Nun, dafür gibt´s eine einfache Erklärung: Diese Jagdtrophäen schmückten nach alten Berichten auch die früheren Stadttore. Sie sollten allen in der Stadt Einlass Suchenden ein unübersehbares Zeichen sein, dass die städtischen Bürger über die Jagdgerechtsame verfügten, sie sich also in den städtischen Wäldern ihr Wildbret jagen durften. Als ihnen der Verwalter des Gutes Amecke im Jahre 1848 dieses Recht streitig machen wollte und die Flinten der Allendorfer konfiszieren ließ, kam es zu einem kleinen Aufstand, der auch in unserem Allendorfer Lesebuch beschriebenen "Allendorfer Revolution von 1848". Diese "Revolution" war auch Thema des ersten historischen Schnadeganges von Fickeltünnes im Jahr 2002 nach Amecke. Werfen Sie doch noch mal einen Blick in unsere Bildergalerie.

Wer den Prospekt zum mittelalterlichen Jahrmarkt noch nicht hat, kann ihn sich hier anschauen und für den eigenen Bedarf auch ausdrucken. Klicken Sie bitte auf die entsprechende Seite. 

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Auf der Steinert, dem Allendorfer Hausberg schlechthin, stellten sich die bis zum Vormittag angereisten Alphornbläser dem Fotografen zum Gruppenbild. Gott sei Dank hatte sich der morgendliche Dunst nahezu in Gänze aufgelöst, so dass die Gäste den herrlichen Ausblick auf den Ort genießen konnten.

Weitere Bilder des Alphornbläsertreffens finden Sie hier!

Alphornbläsertreffen lockte viele Besucher

Alphornbläser sind wie eine große Familie. Das wurde einmal mehr auf dem von Fickeltünnes und Luirlingen gemeinsam veranstaltetem großen Alphornbläsertreffen am vergangenen Wochenende in Allendorf deutlich. Man kennt sich, man besucht sich. Dank dieses Zusammenhalts gelang es den Luirlingen, selbst seit zwanzig Jahren in der Szene aktiv, mehr als ein Dutzend Gruppen nach Allendorf zu locken. Kein Wunder, das diese geballte Anzahl Alphörner auch eine große Zahl von Freunden dieser ganz speziellen Art von Musik aus dem ganzen Sauerland und dem Ruhrgebiet nach Allendorf lockte.

„Wir besuchen seit vielen Jahren Alphornbläsertreffen in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz.“ erzählt Friedhelm Freiburg, Chef der Luirlinge und Erbauer der ersten, selbstgemachten Alphörner seiner Gruppe. „So konnten wir viele Verbindungen knüpfen und unsere Freunde zu einem Besuch Allendorfs aus Anlass unseres 600-jährigen Stadtjubiläums gewinnen.“ Und die Gruppen, die gekommen waren, zeigten sich durchweg begeistert von Allendorf, der Landschaft, der Gastfreundschaft, der herzlichen Aufnahme und dem begeisterten Zuspruch, den sie für ihre Auftritte erfuhren.

Schon morgens kurz nach Sechs erklangen am Sonntag in der Frühe die ersten Alphörnklänge durchs alte Titularstädtchen. Es waren aber weder die Luirlinge, noch eine der anderen bereits am Samstag angereisten Gruppen, die als erste ins Horn stießen. Die hatten wohl in der Nacht vorher bei ihrer Wiedersehensfeier zu tief und zu lange ins Glas geschaut. Es waren die Alphornbläser aus Willingen, die, extra zu früher Stunde angereist, als erste ihre Alphornfreunde und die Allendorfer noch im Morgendunst mit harmonischen Klängen aufweckten.

Das nach dem Fotoausflug zur Steinert durchgeführte Freundschaftsblasen in der prallgefüllten Schützenhalle führte nochmals alle Gruppen zusammen. Besonders umjubelt der Auftritt der beiden Belgier Luc Peters und Luc van Aelst, die extra wegen der in ihrem Heimatland stattfindenden Wahlen über Nacht nach hause gefahren und am Sonntagvormittag wieder nach Allendorf zurückgekehrt waren. Dass das Alphornblasen keine rein männliche Domäne ist, stellte Jennifer Hartmann von den Bloamberger Alphornbläsern unter Beweis. Sie fiel als einzige weibliche Alphornbläserin aus der Rolle. Natürlich rein optisch gesehen. Denn dass sie ihr Metier beherrscht, stellte sie bei ihren Auftritten mehrmals unter Beweis.

Einen besonderen Gag hatten sich die Luirlinge für das “Rahmenprogramm” ausgedacht. Ein Alphornklettern! Dabei galt es, an einem ihrer 6 Meter langen Alphörner senkrecht in die Höhe zu klettern. Eine Kraft- und Geschicklichkeitsprobe, die sich nur wenige Besucher zutrauten.


Ein Grund zum Feiern: Allendorf hat wieder ein Stadttor

Mit Zimmermannsspruch und Segen Stadttor eingeweiht

Es klemmte hier, es drückte da – doch letztendlich fügte sich alles zum guten Werk zusammen. Wenn auch noch nicht in allen Einzelheiten zu Ende gebracht, konnte Allendorfs neues Stadttor termingerecht am letzten Samstag eingeweiht und der Bevölkerung übergeben werden. Dank des überaus großen Einsatzes der Beteiligten Handwerker wurde das Ziel letztendlich doch geschafft. Trotz einiger Verzögerungen und Unbilden des Wetters.  Besonderen Verdienst daran haben Zimmermeister Klaus Edgar Groll mit seinem Bauhelfer Martin Rex und Malermeister Friedhelm Freiburg. Fickeltünnes-Vorsitzender Anton Lübke dankte ihnen besonders für ihren unermüdlichen Einsatz.

Angefangen hatte das Ganze auf der letztjährigen Generalversammlung von Fickeltünnes mit einer Idee von Josef Spielmann. Dank des kostenlosen Einsatzes fast aller Beteiligter, angefangen von der Stadt, die das Bauholz lieferte, über Statiker, Sägewerker bis hin zu den zahlreichen Helfern, konnte das imposante Bauwerk äußerst kostengünstig erstellt werden. Anton Lübke wies darauf hin, dass Allendorfs Stadttor mit voraussichtlichen Kosten von rund 6000 Euro im Vergleich zu einem für 12.000 Euro aus Erndtebrück angebotenen gebrauchten Stadttor und den eigentlich regulären Baukosten von weit über 20.000 Euro nahezu ein Schnäppchen sei. Mit den bei der Gewerbeschau für diesen Zweck eingenommenen 4500 Euro und einer Spende eines begeisterten alten Allendorfers über 500 Euro sei das Stadttor schon fast finanziert. Den Rest, so Lübke bei seiner begrüßung der Gäste, könnten die Besucher ja nun selbst bei der Einweihung durch einen entsprechenden Umsatz beitragen.

Und das taten die rund 400 Allendorfer, die gekommen waren dem Ereignis beizuwohnen, denn auch. Sunderns Bürgermeister Friedhelm Wolf gratulierte den Allendorfern zu diesem erneuten Kraftakt. Er sehe das Tor als ein Symbol der Öffnung. Dieses Tor habe genau die gegenteilige Bedeutung früherer Stadttore: Nicht Abschottung sondern Einladung, Hineintreten in den Ort und mit den Allendorfern gemeinsam feiern. Pastor Friedel Taprogge nahm unter Begleitung des Musikvereins Allendorf und der Allendorfer Chöre die kirchliche Segnung vor. „Aber", machte er deutlich, „nicht in erster Linie für das Bauwerk, sondern für die Menschen, die dieses Tor durchqueren." Höhepunkt der Einweihung war dann natürlich der Richtspruch des Zimmermanns. „Den Zimmermann beweget Freude, wenn er errichtet ein stattliches Gebäude" Zimmermeister Klaus Groll konnte wirklich stolz sein, auf die geleistete Arbeit. Des Lobes aller Allendorfer können sich er fürs Zimmern und Malermeister Friedhelm Freiburg für die äußerst realistisch wirkende Mauerwerksbemalung des Stadttores sicher sein. Damit hat Allendorf ein deutliches Zeichen für sein Jubiläumswochenende am 1. und 2. September gesetzt.

"Mit Gunst und Verlaub hier aufgerichtet steht, ein neues Stadttor, wie Ihr seht! Es fügt sich gut ins Ortsbild ein - und wer es sieht, der wird sich freu´n. Den Zimmermann beweget Freude, wenn er erricht`  ein stattliches Gebäude.Das ist das Ziel der Arbeit, hoch erfreut, an dem zusammen kommen soviel Leut`. Gern sag ich´s allen Gästen doch: Dem Bauherrn hier ein dreifach kräftig Hoch!"

Zimmermeister Klaus Groll (re.) übergab mit einem zünftigen Richtspruch und dem obligatorischem Schnaps das Stadttor  an die Allendorfer in Gestalt von Fickeltünnes-Vorsitzendem Anton Lübke.

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Bürgergespräche und Informationen zum Stadtjubiläum

Erstes Treffen am 9. März schon mit konkreten Ergebnissen - Nähstube steht bereit

Zur Feier des Allendorfer Stadtjubiläums am 1. und 2.September kann Fickeltünnes auf eine große Unterstützung der Bevölkerung bauen. Das wurde beim ersten Organisations- und Vorbereitungstreffen  am 9. März deutlich. Mehr als dreiviertel der geplanten Aktionen und Aktivitäten stehen. Fickeltünnes-Vorsitzender Anton Lübke freute sich ob der zahlreichen festen  Zusagen an diesem Abend. Aber auch weitere Vereine, Gruppen, Privatpersonen die an der Teilnahme verhindert waren, haben bereits ihre Bereitschaft zum Mitmachen mehr oder weniger fest zugesagt.

Allendorfs Altstadt soll an diesem Wochenende den Flair einer mittelalterlichen Stadt ausstrahlen. Mögliche Standorte für die verschiedenen Aktionen und wichtige Organsiationsfragen wurden besprochen.

Damit das gewünschte Flair zur Wirkung kommt,  soll sich ganz Allendorf aber auch alle Allendorfer selbst an diesem Wochenende mittelalterlich präsentieren. Neben der einheitlichen Gestaltung der Stände sollen alle aktiv Beteiligten auch der damaligen Zeit entsprechend gewandet sein.

Wer noch kein Kostüm hat, kann sich helfen lassen. Jeden Montag treffen sich im Allendorfer Pfarrheim des Zuschneidens und Nähens mächtige Damen, um Kostüme für das Jubiläumsfest herzustellen. Jeder kann sich dort entweder Rat und Hilfe für seine eigene Kostümherstellung holen oder sich aber gegen Erstattung der Unkosten ein Kostüm nach Wunsch fertigen lassen. Noch hat die Nähstube viele Stoffe und Accessoires zur Auswahl auf Lager, aus denen man auswählen kann. Wer will, kann aber auch eigene Stoffe mitbringen. Niemand, so der Wunsch der Organisatoren, soll zur Stadtkirmes ohne zeitgemäße Kostümierung erscheinen. Damit die Nähstube die anfallende Arbeit vernünftig planen und organisieren kann, bitten die Näherinnen alle Interessenten, sich spätestens bis Mitte April bei ihnen zu melden. Sie sind montags zwischen 9.00 Uhr und 12.00 Uhr sowie zwischen 15.30 Uhr und 18.00 Uhr im Pfarrheim anzutreffen.

Wie es weitergeht, wird beim nächsten Organisationstreffen besprochen. Es findet am 27. April statt. Die Versammlung beginnt um 20.00 Uhr im Hotel Clute-Simon.

Hier wird eifrig Maß genommen, geschnitten und genäht. Während Rita Freiburg die Nähmaschine schnurren lässt, legen Daniela Rehmes und Uschi Klute letzte Hand an einem Kostüm an.

 

 

 

Und so sieht eins der fertigen Produkte aus. Dies hübsche Kostüm wartet auf eine neue Besitzerin.

In der Nähstube der kfd im Allendorfer Pfarrheim kann sich jedermann für seine Kostümierung zum Stadtfest beraten und helfen lassen oder aber gleich ein fertiges Kostüm erwerben Jeden Montag treffen sich  einige eifrige Damen im Allendorfer Pfarrheim (Weitere Helferinnen sind sicher gern willkommen.)  um sich uneigennützig in den Dienst der guten Sache zu stellen. Jeweils von 9.00 – 12.00 Uhr und von 15.30 – 18.00 Uhr stehen sie mit Rat und Tat bereit. Stoffe stehen im Moment noch reichlich zur Auswahl zur Verfügung.

Auch bereits fertige Kostüme können anprobiert und gleich mitgenommen werden. Auf unserem Bild findet gerade die Anprobe für die Kostümierung des Allendorfer Frauenchores statt. Mit Gertrud Oest will der gesamte Frauenchor  zum Stadtfest und zum eigenen 45-jährigen Jubelfest am 5. Mai als Waschweiber auftreten.

 

 

 

 

 


Jubiläumsjahr hat begonnen

Allendorfer feierten gelungenen Auftakt

"Standing Ovations" für Pater Rainald

Der Start ins Jubiläumsjahr hätte nicht besser geraten können. Darin waren sich alle Besucher, die zahlreichen Akteure und auch der Veranstalter, der Verein Fickeltünnes, einig. In einem abwechslungsreichen Programm wurde der Verleihung der Stadtrechte an Allendorf vor 600 Jahren durch den damaligen Kölner Erzbischof gedacht. Dazu hielt der Erzbischof Friedrich von Saarwerden unter Pauken und Trompeten höchstpersönlich noch einmal Einzug in Allendorf. In einem feierlichen Akt wurde dem damaligen Bürgermeister Gert Kaukenberg die bedeutungsschwere Urkunde übergeben. In der szenischen Darstellung der Erhebung zur Stadt konnte das Publikum nachvollziehen, welche Bedeutung die Stadtrechte für Allendorf damals hatten, welche Rechte und  -vor allem steuerliche-  Pflichten mit dieser neuen Rolle verbunden waren.

Fickeltünnes-Vorsitzender Anton Lübke, der die Veranstaltung zusammen mit Ute Grote moderierte, konnte nach der gesanglichen Begrüßung am Eingang durch eine Silvestersängergruppe, durch Bürgermeister Friedhelm Wolf und Ortsvorsteher Paul Schulte und durch einen leibhaftigen Schornsteinfeger als Glücksbringer von der Bühne aus zahlreiche Allendorfer in der prächtig geschmückten Schützenhalle begrüßen, insbesondere den weit über das Sauerland hinaus als "Puten-Pater" bekannten Benediktiner-Mönch Pater Rainald Rickert aus der Abtei Königsmünster in Meschede. Pater Rainald schaffte in seiner von Wortwitz und Hintergründigkeit geprägten Festansprache locker den kaum denkbaren Spagat zwischen dem im Sauerländer Platt als Fickel bezeichneten Ferkel und dem Tünnes, dem Hlg. Antonius/Einsiedler, Schutzpatron Allendorfs und Namensgeber des Vereins Fickeltünnes auf der einen Seite und der durch Begriffe wie "cool" und "geil" geprägten weitgehenden Oberflächlichkeit heutiger menschlicher Beziehungen und Umgangsformen auf der anderen Seite. Pater Rainald appellierte an seine Zuhörerschaft, aus dem Leben des Hlg. Antonius zu lernen, nicht "cool" zu sein, sondern Gefühle zu zeigen, Standpunkte und im christlichen Glauben verwurzelte Überzeugungen konsequent und standhaft zu vertreten. "Geil", so klärte der Pater sein Publikum auf, sei ein alter Ausdruck aus der Landwirtschaft und bezeichne besonders gut wachsende Pflanzen und habe nichts mit besonders kräftigen Konsumverhalten, dem Hinterherhecheln hinter dem Zeitgeist zu tun. "Geil" sei es dagegen, so Pater Rainald, sich für das Gedeihen der Gemeinschaft einzusetzen, Engagement in Gesellschaft und auch in der Kirche zu zeigen. Angesichts des hier und heute erlebten Engagements habe er diesbezüglich um Allendorf keine Sorgen.

Die allseits grassierende Phobie gegen Festreden erwies sich schnell als unbegründet.  Noch eine weitere Stunde hätten die Allendorfer ihrem Festredner zuhören können. Mit "Standig Ovations" bedankten sie sich bei Pater Rainald für seinen äußerst kurzweiligen, lebenspraktischen und lebensphilosophischen Exkurs. Wie es einem, sich selbst als letzten "Schweinepriester" Norddeutschlands bezeichnenden Mönch gebührt, überreichte ihm Anton Lübke als handfestes Dankeschön einen vom örtlichen Metzger  mit leckeren "Schweinereien" gefüllten Präsentkorb.

Auch Pastor Friedel Taprogge, Bürgermeister Friedhelm Wolf und Ortsvorsteher Paul Schulte gingen in ihren Grußworten auf die Bedeutung der Gemeinschaft für das Dorfleben ein. Sie gratulierten den Allendorfern zum Jubiläum und gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass das bisher gezeigte Engagement auch weit in die Zukunft tragen möge. Bei den noch anstehenden weiteren Feiern im Jubiläumsjahr sei schon bald wieder Gelegenheit, dies unter Beweis zu stellen. Zum ersten Mal bereits in drei Wochen beim dann anstehenden Patrozinium der Pfarrgemeinde, zu dem sich anlässlich der 600-Jahr-Feier sogar Weihbischof König als Festzelebrant und -prediger angesagt habe. Hier, so Pastor Taprogge, hätten die Allendorfer einmal mehr Gelegenheit, ihre Verbundenheit zum Stadt- und Kirchenpatron Antonius/Einsiedler durch eine entsprechende Beteiligung zum Ausdruck zu bringen.

Nach dem "offiziellen" Teil des Festaktes wurde den Gästen  mittels Tänzen, Geschichten und Dönekes aus der Zeit der Groß- und Urgroßeltern Nostalgie pur präsentiert. Den Anfang machte mit dem Rheinländer "Wenn de Papa met de Mama op de Kirmes gaiht" die Tanzgruppe "Müd Füß" der Tanzschule Hoffmann, musikalisch begleitet von den als Allendorfer Musikoriginale Potts Mömpel und Caramba Anton mit Akkordeon und Teufelsgeige aufspielenden Andreas Clute und Friedhelm Freiburg, der auch in seiner beruflichen Eigenschaft als Malermeister für das gelungene Bühnebild verantwortlich zeichnete.  

Für tränenlachende Augen sorgten anschließend die Luirlinge. Mit dem gespielten alten plattdeutschen Lied vom "Hännesken" der sein "Graitken" taum Friggen an´t Finster ruft, hatten  sie die Lacher auf ihrer Seite. Ebenso wie Andreas Clute, der in der Rolle des erst vor wenigen Jahren verstorbenen versesprühenden Allendorfer Originals Heinz Weber mit der verblüffend endenden Geschichte vom "Mann, der so ging und dem Mann, der so ging" für Heiterkeit sorgte.

Doch damit nicht genug, trat auch noch die treue Thekla in Erscheinung; eine Frau, die ihren Mann unermüdlich und aufopferungsvoll durchs Leben trägt. Getanzt und hervorragend gespielt und gesungen von Christa Specht-Kindler, die damit im wahrsten Sinne des Wortes in den Fußstapfen ihrer Mutter  ein Stück ihrer Familientradition aufleben ließ und an Allendorf weitergab. Die "Thekla" kann man in ihrer Komik nur unzureichend beschreiben, man muss sie einfach gesehen haben!

Mit dem gemeinsam intonierten  "Allendorfer Lied" von Friedrich Nagel endete das gut zweieinhalbstündige Programm, nicht aber das Vergnügen. Trotz gerade hinter sich gebrachter Silvesterfeier erwiesen sich die Allendorfer einmal mehr als ausdauernde und standfeste Festbesucher. Rund um die Uhr war das Motto. Von Zwölf bis Mitternacht.

Damit Sie, werte Besucher unserer Homepage, etwas von dem Vergnügen nacherleben oder nachvollziehen können, welches den Festakt für alle Beteiligten zu einem unvergleichlichen Vergnügen werden ließ, haben wir hier für Sie eine kleine Bilderschau zusammengestellt. Viel Vergnügen beim Betrachten der Bilder!

Zu den Bildern bitte hier klicken!      


Das Allendorfer Lesebuch ist da!

So sieht es aus: das 700 Seiten starke Allendorfer Lesebuch. Ende November 2006 wurde es mittels einer Autorenlesung vorgestellt und erstmals zum Verkauf angeboten. Der Preis konnte mit nur 25 Euro dank umfangreicher Spenden erstaunlich niedrig gehalten werden.

Das Buch ist ab sofort im Lebensmittelmarkt Sauer, im Frisörgeschäft Lübke, in der Antonius-Apotheke, in der ARAL-Tankstelle Schulte sowie im Büchereck Sundern erhältlich. Fragen Sie einfach! Auf Wunsch senden wir es Ihnen auch gerne gegen Unkostenerstattung zu. Nehmen Sie einfach über den Link auf dieser Seite mit uns Kontakt auf. Wir kümmern uns!

Eine Pflichtlektüre für jeden Allendorfer und reichlich Lesestoff für die jede Jahreszeit! Stöbern Sie bei einem Glas Wein in den reich bebilderten Geschichten, informieren Sie sich über Geschichtliches, amüsieren Sie sich über Anekdoten, leben, lachen und leiden Sie mit bei persönlichen Erinnerungen. Kurzum: Schauen Sie mal rein!

Wer etwas Besonderes liebt oder ein außergewöhnliches Geschenk machen möchte, kann sich das Lesebuch auch von Hand in Leder binden lassen. Hierfür sind allerdings Vorbestellungen notwendig. Der Preis für die handgebundenen Lederexemplare beträgt 100 Euro.


Rückblick Schnadegang 2006 nach Hagen:

Wir stellen allen Besuchern unserer Homepage wie in den Vorjahren eine Diaschau des Schnadeganges vor. Bilder vom Schnadegang finden Sie  hier 


Den kompletten Jahresterminkalender des Allendorfer Vereinsringes für 2007   finden Sie unter der Rubrik "Termine"